Montag, 20. Juli 2015

Groove der Woche

Auch diese Woche gibt es einen neuen Groove.



Hier eine kurze Anleitung: das f' läuft als Stampfen oder Fuß klopfen in Vierteln durch. Die Rhythmik dagegen wird auf dem Bauch geklopft.

 Alternativen: Klopfen auf dem Oberschenkel oder Klatschen.

Viel Spaß
Andreas

Freitag, 10. Juli 2015

Body percussion echo

Es geschah beim ... Body percussion Seminar im April. Zum Aufwärmen hatte ich mir überlegt, kurze Body percussion Sequenzen vorzumachen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann nachmachen sollten. Da auch Teilnehmer ohne Notenkenntnisse dabei waren, erschien mir dies sehr praktisch.

Es geht los: 28 Augenpaare ruhen auf mir. "Was macht er, was kommt jetzt?" Die erste Übung: klatsch, klatsch, klatsch, Pause. Und dann das gewaltige Echo von 28 mal 2 Händen: KLATSCH, KLATSCH, KLATSCH, Pause.

So ging es munter weiter, "on the fly" dachte ich mir neue Rhythmen aus. Der 4/4-Takt ist da schon sehr ergiebig. Zur Schonung der Handflächen gab es kurze Pausen und auch andere Körperteile, insbesondere Finger, Bauch, Beine (ohne Po) wurden einbezogen. So verging die Zeit und der erste Teil wie im Flug.

Im Urlaub hatte ich weitere Ideen für Rhythmen, insbesondere der 3/4-Takt spornte mich an. Als ich die Übungen zusammenstellte, wollte ich zuerst eine Doppelseite herausbringen. Doch hatte ich soviele Ideen und Material, dass daraus eine Doppel-Doppelseite wurde mit fast 200 ein- und manchmal auch zweitaktigen Übungen.

Die Rhythm Words sind das Sahnehäubchen: 8 Achtel in 26 verschiedenen Kombinationen - wie schon gesagt, der 4/4-Takt ist da sehr ergiebig - habe ich den 26 Buchstaben zugeordnet. Hier sind Rhythmusgeschick und Gedächtnis gefragt, denn der Achtelrhythmus kann von Takt zu Takt komplett wechseln. Und die Pausen wollen auch noch "gespielt" sein.

Mein Tipp: vor der Probe, während der Probe, zum Schluss. Alle aufstehen, eine Zeile, 3-6 Übungen Body percussion. 1 Minute, mehr braucht es nicht!

Viel Spaß beim Ausprobieren
Andreas

P.S. Hier ein paar Beispiele:

Groove der Woche

Ab sofort wird an dieser Stelle der Groove der Woche vorgestellt. Beginnen möchte ich mit einem einfachen Achtelrhythmus:


Hier eine kurze Anleitung: die tiefe Note (h') ist ein Schlag auf den Oberschenkel, die hohe Note (d'') ein Schlag auf den Bauch (aber nicht zu fest). Der Takt wird immer wiederholt, bei jedem Mal wird das Tempo etwas beschleunigt, bis es nicht mehr schneller geht.

Fangt langsam an und lasst euch von dem Effekt überraschen.

Viel Spaß
Andreas

Montag, 2. Februar 2015

Body percussion Choreographie

Bei Body percussion kann man mit entsprechender Choreographie viel herausholen. Zum Beispiel beim Klatschen: bewege ich nur die Hände zusammen und wieder auseinander oder hole ich mit einer kreisenden Bewegung aus, bewege dabei die Hände von unten nach oben und klatsche auf den Punkt.

Wenn dies in der Gruppe alle so machen, ist die erste Choreographie perfekt. Damit man sich nicht sattsieht, sollte man die Bewegung vielleicht alle 4 oder 8 Takte wechseln. Von der kreisenden Bewegung zu einer geraden, zum Beispiel Klatschen vor dem Bauch oder über dem Kopf oder links und rechts abwechselnd. Wenn dabei der ganze Körper noch die Bewegung links und rechts mitmacht, entsteht automatisch Schwung.

Bei der Einleitung im Film "West Side Story" schnippen die Tänzer und bewegen sich dabei gebückt nach vorne. Ideal ist es, wenn man links und rechts gleichermaßen schnippen kann ... Durch die gebückte Haltung entsteht eine Spannung, da die Zuhörer nicht so genau wissen, was da auf sie zukommt. Sind z.B. alle vorne am Bühnenrand, richten sich alle auf und zeigen so: "Wir sind da!"

Bei meinen Body percussion Stücken empfiehlt es sich, insbesondere bei den Begleitstimmen und bei mehreren gleichen Takten hintereinander, eine Choreographie einzustudieren. Dies können Bewegungen auf der Stelle sein, oder die ganze Gruppe bewegt sich. Schwieriger wird es, wenn die Gruppe unterschiedliche Bewegungen macht, z. B. ähnlich der einer Jazz-Tanz-Gruppe. Hier sollte man sich nicht zu sehr verkünsteln, denn im Vordergrund soll immer noch der Rhythmus und die Exaktheit stehen.

Eine gute Choreographie erkennt man, dass die Bewegungen leicht aussehen, dass sie von allen gleichermaßen und mit Spannung ausgeführt werden und dass man als Zuhörer fast nicht anders kann, als mitzuwippen, mitzuklopfen oder mitzuschnippen.

Andreas

Freitag, 30. Januar 2015

Body percussion West

Gerade beschäftige ich mich wieder viel mit Body percussion. Meistens im Sitzen probiere ich Rhythmen aus und schlage, klatsche und klopfe im Kreis.

Besonders gut gefällt mir die Kombination Schnippen, Klatschen, auf den Bauch schlagen, weil die Bewegung so schön ineinander übergeht.

Ansonsten gibt es Ideen für neue Stücke, eins davon ist schon fast fertig: Body percussion West, mit Themen aus berühmten Western-Filmen. Genauso wie Lucky Luke schneller schießt als sein Schatten, versuche ich schneller zu Klatschen. Es klappt schon fast!

In der Entstehung ist das Pendant, erraten, Body percussion East. Mehr dazu im nächsten Beitrag.


Andreas

Samstag, 19. Juli 2014

Body percussion Umfrage 2014

Seit längerem plane ich eine Body percussion Umfrage, um grundlegende Erfahrungen zu sammeln, warum Body percussion so beliebt ist. Nun ist sie online! Bis zum 30.09.2014 können Sie daran teilnehmen.

In der Umfrage geht es um Body percussion allgemein und was Sie davon halten, es geht darum, wie Body percussion genutzt wird. Zuletzt erhebe ich ein paar Statistiken. Machen Sie mit! Die Beantwortung der Umfrage dauert nur 5 Minuten!

Wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse angeben, erhalten Sie die Umfrageergebnisse ab Anfang Oktober und "Body percussion Grooves" mit vielen kurzen Übungen als PDF zugesandt.

Hier geht es zur Body percussion Umfrage 2014

Andreas Horwath

Body percussion Trends

Percussion allgemein wird immer beliebter. Rhythmusklassen an Musikschulen oder reinen Percussionschulen haben steigenden Zulauf. Schulen schaffen Cajons an, Lehrerinnen und Lehrer besuchen Kurse in Bechermusik. Da ist es kein Wunder, dass auch immer mehr Schulen, Orchester, Chöre, kleinere Ensembles und die entsprechenden Leiter - Lehrer und Dirigenten - Body percussion entdecken.

Die Musikverlage haben diesen Trend erkannt und bieten immer neue Unterrichtswerke und Stücke an. Und das Buch "Beatbox Complete" errang sogar einen der begehrten "Best Edition 2014" Preise auf der Frankfurter Musikmesse.

Bei Body percussion lassen sich folgende Trends ausmachen:

  • Reine Schulwerke, teilweise auch mit DVDs. Pro Seite ist eine Übung abgedruckt, die Rhythmen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden mit Body percussion Elementen umsetzen. Zielgruppe sind Schulklassen und Bläserklassen, die Schulwerke ergänzen den Instrumentalunterricht und lockern ihn auf.
    Bei der Notation gehen die Verlage unterschiedliche Wege: neben symbolischer Notation (statt Notenköpfen werden Abkürzungen der einzelnen Klänge verwendet) und Notation in festen Rastern werden auch rein graphische Notationen verwendet. Die Werke aus meinem Verlag sind unter den wenigen, die nur die Notenschrift angelehnt an die Schlagzeugnotation verwenden.
  • Schulwerke, die Body percussion mit weiteren Percussionsinstrumenten oder Trommeln kombinieren. Auch hier wird pro Seite eine Übung dargestellt. Die Klangfarben der Perkussionsinstrumente klingen sehr reizvoll. Auch diese Schulwerke werden teilweise mit DVD ausgeliefert, in denen die Übungen gezeigt werden.
  • Rhythmuskompendien, in denen die verschiedenen Rhythmen wie Cha-cha, Samba, Rock, Latin, Walzer, usw. mit Body percussion Elementen dargestellt sind. Ebenfalls möglich ist die Kombination mit Percussionsinstrumenten, Alltagsgegenständen oder Trommeln.
  • Stücke für Body percussion Ensembles bzw. Gruppen von Body Percussionisten. Mit ein oder mehreren Stimmen und allen Körperteilen werden Rhythmen zum Leben erweckt. Neben selbst und durchkomponierten Stücken, die vielfach sehr anspruchsvoll sind, gibt es einfachere Stücke, die sich an bekannte Rhythmen anlehnen. "Body percussion" und "Body percussion classic" sind beispielhafte Stücke dafür.
Nun haben Sie die Qual der Wahl. Welches Stück oder welches Buch ist für mich das Richtige? Aus meiner Erfahrung kann ich Ihnen folgende Tipps geben:
1. Fangen Sie lieber zu leicht als zu schwierig an. Body percussion erfordert sehr viel Selbstständigkeit. Sind die Rhythmen gleich zu Anfang zu schwer, sind alle eher frustriert als dass es Spaß macht.
2. Probieren Sie aus, was Ihrer Gruppe am besten liegen könnte. Wenn es bei den einen Body percussion Stücke sind, dann können es bei den anderen kurze &Uuuml;bungen sein, die zudem noch mit weiteren Instrumenten oder Utensilien abwechslungsreicher werden.
3. Definieren Sie sich ein Ziel: soll Body percussion nur auflockern oder langfristig den eigenen Rhythmus stärken, dann reichen kurze, regelmäßige Einheiten. Wollen Sie ein Body percussion Stück zur Aufführung bringen, dann müssen Sie intensiv proben. Erfolgreich werden Sie mit Body percussion immer sein!


In diesem Sinne: Let's groove! Viel Spaß mit Body percussion! 


Andreas Horwath